Webnews | Tracking Cookies und Werbung: Wann wird's gefährlich? | Die ganze Schweinerei: Die TU Darmstadt erläutert das komplexe Tracking und erwähnt z. B. das 'bewährte' Google Analytics. | 22.02.2020
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News (Wissen) Die Geschichte deiner Versklavung (31.07.2011) Wie alle Tiere wollen auch wir Menschen dominieren, und wir wollen die Ressourcen um uns herum ausbeuten. Zunächst jagten und fischten wir und assen das Land leer. Aber dann geschah in unseren Köpfen etwas Mystisches, Erschreckendes. - Aus dem Amerikanischen vom Verfasser.
Das ist die Geschichte deiner Versklavung: Wie es dazu kam, und wie du, endlich, frei sein kannst.
Wir bekamen Angst vor dem Tod, was einzigartig war unter den Tieren. Und vor dem Verlust unserer Zukunft. Das war der Anfang einer grossen Tragödie - und einer noch grösseren Chance.

Als wir Angst vor dem Tod bekamen, und vor Verletzung und Gefangenschaft, wurden wir kontrollierbar! Und so... wertvoll! Auf eine Art, wie sie kein anderer je sein könnte. Für die Kontrolle des Menschen eignen sich nicht so sehr natürliche Ressourcen, oder Tiere, oder Hilfsmittel, oder Land. Andere Menschen sind die grösste Ressource.

Einem Tier kannst du Angst einjagen, denn Tiere haben Angst vor Schmerzen - momentan. Doch Du kannst ein Tier nicht mit dem Verlust der Freiheit einschüchtern, mit Folter oder Gefangenschaft in der Zukunft. Denn Tiere haben einen sehr kleinen Sinn für das Morgen. Du kannst nicht eine Kuh mit Folter bedrohen, oder ein Schaf mit dem Tod. Du kannst nicht vor einem Baum ein Schwert schwingen, um ihn einzuschüchtern, er solle mehr Früchte produzieren. Oder vor ein Feld einen brennenden Stock halten, um zu verlangen, dass es mehr Weizen produzieren soll. Du kannst nicht mehr Eier bekommen, indem du eine Henne bedrohst. Aber du kannst einen Menschen bedrohen, dass er dir die Eier gibt.

Diese menschliche Viehhaltung war die profitabelste und zerstörendste Inbesitznahme in der ganzen Geschichte. Und... sie erreicht nun ihren zerstörerischen Höhepunkt. Menschliche Gesellschaft kann nicht rational verstanden werden, solange es nicht für das angeschaut wird, was es ist: Eine Vielzahl von Viehhaltungen, in denen menschliche Viehhalter menschliches Vieh besitzen.

Da kommt manch einer durcheinander, gewähren Regierungen doch Gesundheitsschutz, ein Wassernetz, Erziehung. Sie vermuten einigen Wohlwollen am Werk. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Viehhalter gewähren auch einen Gesundheitsschutz, Bewässerung und Erziehung für ihren Viehbestand. Da kommen manche Menschen durcheinander, denn uns sind ja gewisse Freiheiten erlaubt, und sie vermuten, ihre Regierung schütze ihre Freiheit. Doch Bauern säen ihr Korn auch mit einem gewissen Platz, um ihre Einkommen zu vergrössern, und sie erlauben gewissen Tieren grössere Ställe oder Felder, um mehr Fleisch und Milch zu produzieren. In deinem Land, mit deiner Steuer-Farm, gewährt dir dein Farmer gewisse Rechte, nicht weil er sich wegen deiner Freiheiten sorgt, sondern weil er seine Profite maximieren will.

Beginnst Du, die Art Deines Käfigs zu sehen, in den Du geboren wurdest?

Vier Varianten der menschlichen Viehhaltung waren es. Die erste im alten Ägypten war ein direkter und brutaler menschlicher Zwang. Kontrolliert wurden menschliche Köper, aber die Kreativität des menschlichen Geistes blieb jenseits der Reichweite der Peitsche, der Brandzeichen und der Ketten. Sklaven blieben weit unterhalb der möglichen Produktivität, und sie erfordeten weitreichende Ressourcen für ihre Kontrolle.

Die zweite Variante war das römische Modell. Den Sklaven wurde eine gewisse Kapazität für Freiheit, Geistigkeit und Kreativität gewährt, was ihre Produktivität erhöhte. Dies vergrösserte den römischen Wohlstand, erhöhte das römische Steuereinkommen, und mit diesem grösseren Wohlstand wurde Rom ein Imperium. Dabei zerstörte es jedoch gleichzeitig die unternehmerische Freiheit, die seine Grösse nährte - und es kollabierte. Ich bin sicher, dass das nicht ganz unfamiliär klingt.

Nach dem römischen Kollaps wurde das Konzept der menschlichen Viehhaltung und -besteuerung erklärt. Anstatt direkt einem Besitz unterworfen zu sein, besassen Bauern Land, solange sie die lokalen Warlords bezahlten. Dieses Modell brach dann zusammen aufgrund der zunehmenden Landaufteilung. Es wurde zerstört, als eine Landbereinigung gemacht wurde. Hunderttausende Besitzer wurden von ihrem Land runtergeworfen, weil neue Farmer-Techniken Farming produktiver machten - mit weniger Menschen.

Die erhöhte Produktivität des Mittelalters machte Lebensmittel auch für Dörfer und Städte erschwinglich, was dann in das demokratische Modell des menschlichen Besitztums mündete. Weil eine Vielzahl von Bauern in die Städte strömten, wurde für die aufkommenden Industriellen ein immenses Kapital an billigen Sklaven verfügbar. Die Farmer begriffen schnell, dass sie mehr Geld machen konnten, wenn sie ihre Menschen-Herden wählen lässt, in welcher Herde sie leben wollen.

Unter dem demokratischen Modell wurde der direkte Sklavenbesitz durch das Mafia-Modell ersetzt. Die Mafia besitzt Unternehmen selten direkt, sondern sendet vielmehr einmal im Monat Gauner herum, um von den Unternehmensbesitzern zu stehlen. Nun ist dir die Wahl erlaubt, zu welchem Besitz du gehörst - Was Deine Produktivität erhöht, und so die Steuern, die du zahlen kannst - an Deine Herren.

'Schätzt die Zeit in Eurem Leben. Denn dies ist die Zeit, da ihr immer noch die Wahl habt. Es geht so schnell. Du bist ein Teenager, du denkst, du kannst alles tun, und du tust es. Dann bist du zwanzig, dreissig, du ziehst deine Familie hoch, machst Geld, denkst für Dich: Wo sind die Zwanziger geblieben? Vierzig, die Musik ist zu laut, deine Tochter geht zur High-School, du wirst Grossmutter. Fünfzig, du bekommst eine Operation - du nennst es Vorgang, aber es ist eine Operation. Sechzig, du hast eine ernste Operation, die Musik ist immer noch laut, aber es ist kein Problem, denn du kannst es schon nicht mehr hören. Siebzig, du bist pensioniert und gehst mit deiner Frau nach Fort Lauderdale, man serviert Lunch um zwei, Dinner um zehn, Früstück um neun, und Du wanderst die meiste Zeit auf den Malls herum, und deine Frau beklagt sich: Wieso können die Kinder nicht mal anrufen? Die Achtziger, du hast einen ernsthaften Schlag und rufst nach der Mutter. Irgendwelche Fragen?'

Deine wenigen Freiheiten werden gewährt, weil sie für Deine Besitzer profitabel sind. Die grosse Herausforderung im demokratischen Modell ist, dass Steigerungen in Wohlstand und Freiheit die Farmer bedrohen. Die regierenden Klassen profitieren ursprünglich von einem relativ freien Markt in Kapital und Arbeit. Aber während deren Menschen-Viehbestand sich mehr an die Freiheit und das wachsende Vermögen gewöhnt, beginnt sich der Mensch zu fragen: Wozu brauchen wir überhaupt Machthaber?

Ah gut... Niemand sagte, menschliches Farming würde leicht sein. Das Abgaben leistende Menschenvieh in Sicherheit zu halten und die regierenden Klassen in Verbindung, ist ein dreiteiliger Vorgang: Der erste ist, die Jugend zu indoktrinieren, durch die Regierung, respektive durch Erziehung. Als der Wohlstand demokratischer Staaten wuchs, kamen mehr und mehr Regierungsschulen in Bedrängnis, um die Gedanken und Seelen der Menschenmassen zu kontrollieren.

Der zweite Teil ist, die Menschen gegeneinander anzustacheln, durch die Kreation von abhängigem Menschenvieh. Es ist sehr schwierig, Menschen direkt zu regieren, und wo es verwirklicht werden kann, bleibt es lähmend unterproduktiv, was man in Nordkorea gesehen hat. Menschen gebären nicht gut und produzieren ineffizient, in direkter Abhängigkeit. Wenn hingegen die Menschen glauben, dass sie frei sind, können sie für ihre Farmer viel mehr produzieren!

Der beste Weg, um diese Illusion aufrecht zu erhalten, ist, einen Teil des Menschenviehs auf die Gehaltsliste des Farmers zu setzen! Jene, die von der Hierarchie abhängig sind, werden alle andern attackieren, welche zeigen, dass menschliches Besitztum gewalttätig und unmoralisch ist.

'... Gesicht zum Boden, ein Officer bei seinem Kopf, ein anderer bei seinem Rücken, und ein dritter Officer steht daneben. Es scheint einen Kampf zu geben. Dann: Ein Officer steht auf, zieht seine Waffe... und feuert!'

Freiheit ist Sklaverei, und Sklaverei ist Freiheit. Wenn Du die Leute dahinkriegst, sich gegenseitig anzugreifen, wann immer irgendjemand die Realität der Situation aufbringt, dann brauchst Du nicht annähernd so viel Aufwand, wie um sie direkt zu kontrollieren. Wenn die Kühe, die von der gestohlenen Freigebigkeit des Farmers abhängig wurden, dahinterkommen, werden sie in der Frage des menschlichen Besitztums heftig dagegenhalten.

Und die intellektuellen und die künstlerischen Klassen, welche immer abhängig sind, werden zu jedem sagen, der die Freiheit verlangt: Du wirst deinen Kollegen schaden! Durch die Verschiebung der moralischen Verantwortung für das Zerstörerische des gewalttätigen Systems auf jene, die wirkliche Freiheit verlangen, wird das Menschenvieh unter Verschluss gehalten.

Der dritte Teil ist die Erfindung kontinuierlicher externer Bedrohungen, so dass die Menschenmassen an der Beschützung durch die Farmer festhalten.

Dieses System der menschlichen Viehhaltung findet bald sein Ende.

Die schrecklichen Tragödien der westlichen modernen Systeme trat nicht trotz, sondern wegen vergangener Freiheiten auf. Der massive Zuwachs des westlichen Wohlstandes im 20. Jahrhundert war das Ergebnis von ökonomischen Freiheiten. Und es war genau dieser Zuwachs, der die Grösse und Macht der Staaten ernährte. Wann immer das menschliche Vieh produktiver wurde, hatten wir korrespondierend dazu eine Reduktion der Farmer, und ihrer Abhängigen. Das Wachstum des Staates ist immer proportional zu seinen gewonnenen Freiheiten.

Ökonomische Freiheiten kreieren Wohlstand, und der Wohlstand ist für mehr Diebe und politische Parasiten attraktiv - deren Gier dann die ökonomische Freiheit zerstört. In anderen Worten: Freiheit metastasiert den Krebs des Staates. Die Regierung, die am kleinsten anfängt, wird immer als die grösste enden. Deshalb kann es auch keine gültige und nachhaltige Alternative geben zu einer wahrhaft freien und friedvollen Gesellschaft. Eine Gesellschaft ohne politische Machthaber, ohne menschlichen Besitz, ohne die Gewalt der Besteuerung und der Kleinstaaterei.

Wahrhaft frei zu sein ist sowohl sehr einfach - als auch sehr schwierig.

Wir vermeiden den Horror unserer Versklavung, denn es ist so schmerzhaft, es direkt zu sehen. Wir tanzen herum um die endlose Gewalt unseres sterbenden Systems, weil wir die Angriffe fürchten, von unserem befreundeten menschlichen Vieh. Aber wir können nur in den Käfigen gehalten werden, die wir zu sehen ablehnen.

Wach auf.

Die Farm zu erkennen, bedeutet, sie zu verlassen.



The Story of Your Enslavement:

[vid]Xbp6umQT58A[/vid]

Aus dem Amerikanischen vom Verfasser.



Update, 15.05.2011

Der grosse Clou bei der Unterdrückung ist, dass beide Seiten, Sklave und Sklavenhalter, in ihrer Freiheit eingeschränkt sind!

Die Wohlhabenden sind wie die Mittellosen beispielsweise gebunden im Geldsystem. Während alle Sklaven denken, wenn ich nur mehr Geld hätte, dann wäre alles gut, und sich dieses Denken irgendwann als Illusion herausstellt, da sie nie genug haben werden, ist dies bei den Sklavenhaltern nicht anders: Es gibt immer noch einen schnelleren Ferrari, eine schönere Villa, eine prominentere Partygesellschaft. Geld als totes Wertaufbewahrungssystem, das diese Funktion nicht mal erfüllt, wird es auch nach 50 Jahren nie erfüllen.

Sobald jemand denkt: Ah ich habe jetzt die Idee, alle anderen Menschen zu unterdrücken, ohne dass sie es merken, wird diesen Gedanken, sobald er ihn ausführt, an sich selber anwenden. Anders geht es nicht. Denn Unterdrücken ist am Ende dasselbe wie Unterdrücken Lassen. Plötzlich merken wir, wie wunderbar das Universum schon immer war - wir haben es nur nicht gemerkt!

Die Menschen leben am besten zusammen, wenn sie nichts Schlechtes vorhaben mit den andern, sondern nur Positives. Wenn sie sich beispielsweise gegenseitig fördern, weil der eine Talente hat, die der andere nicht hat.

Wir haben jetzt wieder die Chance, dass es alle merken und sich dessen bewusst werden.



Update, 31.07.2011

1. Nehmen Sie einen Käfig mit fünf Affen. Hängen Sie eine Banane an die Käfigdecke und stellen Sie eine Stufenleiter darunter. Es wird nun nicht lange dauern, bis ein Affe versuchen wird, die Leiter zu erklimmen um an die Banane zu kommen.

2. Sobald der Affe die Leiter berührt, besprühen Sie alle Affen mit kaltem Wasser. Nach einer Weile wird ein anderer Affe versuchen, auf die Leiter zu steigen, mit dem selben Resultat. Alle Affen werden mit kaltem Wasser besprüht.

3. Stellen Sie das kalte Wasser nun ab. Falls später ein anderer Affe versuchen sollte, die Leiter zu erklimmen, wird er von den anderen Affen zurückgehalten werden, obwohl sie diesmal nicht besprüht werden.

4. Nehmen Sie nun einen der Affen aus dem Käfig und ersetzen Sie ihn durch einen neuen Affen. Der neue Affe sieht die Banane und wird versuchen, sie über die Leiter zu erreichen. Zu seinem Horror wird er von allen anderen Affen angegriffen. Noch ein Versuch und noch ein Angriff machen ihm klar, daß er beim Versuch die Banane zu erreichen, verhauen wird.

5. Als nächstes nehmen Sie einen weiteren der ursprünglichen Affen aus dem Käfig und ersetzen ihn durch einen neuen Affen. Der Neue geht zur Leiter und wird sofort attackiert. Der zuletzt angekommene Neuling nimmt enthusiastisch an der Attacke teil.

6. Nehmen Sie nun noch einen der ursprünglichen Affen aus dem Käfig und ersetzen Sie ihn wieder durch einen neuen. Dasselbe Spiel wiederholt sich. Der Neue versucht an die Banane zu kommen und wird verprügelt. Zwei der vier Affen haben keine Idee warum es ihnen nicht erlaubt war, die Banane zu holen oder weshalb sie an der Verprügelung des neuesten Affen teilnahmen.

7. Nachdem Sie nun auch den vierten und fünften Affen ausgetauscht haben, ist keiner der ursprünglich anwesenden, mit kaltem Wasser besprühten Affen, mehr vorhanden. Trotzdem wird keiner der Affen je wieder versuchen, die Leiter zu erklimmen.

Warum nicht?

Weil wir das schon immer so gemacht haben.



Ein weiteres Video von Stefan Molyneux, auf Deutsch übersetzt von Heiko Cochius:

[vid]Stupjq7lsec[/vid]



Lesen Sie hierzu auch: G. Carlin: Die Besitzer dieses Landes aus der Rubrik Wissen.

 

News (Wissen) Die Geschichte deiner Versklavung (31.07.2011) Wie alle Tiere wollen auch wir Menschen dominieren, und wir wollen die Ressourcen um uns herum ausbeuten. Zunächst jagten und fischten wir und assen das Land leer. Aber dann geschah in unseren Köpfen etwas Mystisches, Erschreckendes. - Aus dem Amerikanischen vom Verfasser.
Das ist die Geschichte deiner Versklavung: Wie es dazu kam, und wie du, endlich, frei sein kannst.
Wir bekamen Angst vor dem Tod, was einzigartig war unter den Tieren. Und vor dem Verlust unserer Zukunft. Das war der Anfang einer grossen Tragödie - und einer noch grösseren Chance.

Als wir Angst vor dem Tod bekamen, und vor Verletzung und Gefangenschaft, wurden wir kontrollierbar! Und so... wertvoll! Auf eine Art, wie sie kein anderer je sein könnte. Für die Kontrolle des Menschen eignen sich nicht so sehr natürliche Ressourcen, oder Tiere, oder Hilfsmittel, oder Land. Andere Menschen sind die grösste Ressource.

Einem Tier kannst du Angst einjagen, denn Tiere haben Angst vor Schmerzen - momentan. Doch Du kannst ein Tier nicht mit dem Verlust der Freiheit einschüchtern, mit Folter oder Gefangenschaft in der Zukunft. Denn Tiere haben einen sehr kleinen Sinn für das Morgen. Du kannst nicht eine Kuh mit Folter bedrohen, oder ein Schaf mit dem Tod. Du kannst nicht vor einem Baum ein Schwert schwingen, um ihn einzuschüchtern, er solle mehr Früchte produzieren. Oder vor ein Feld einen brennenden Stock halten, um zu verlangen, dass es mehr Weizen produzieren soll. Du kannst nicht mehr Eier bekommen, indem du eine Henne bedrohst. Aber du kannst einen Menschen bedrohen, dass er dir die Eier gibt.

Diese menschliche Viehhaltung war die profitabelste und zerstörendste Inbesitznahme in der ganzen Geschichte. Und... sie erreicht nun ihren zerstörerischen Höhepunkt. Menschliche Gesellschaft kann nicht rational verstanden werden, solange es nicht für das angeschaut wird, was es ist: Eine Vielzahl von Viehhaltungen, in denen menschliche Viehhalter menschliches Vieh besitzen.

Da kommt manch einer durcheinander, gewähren Regierungen doch Gesundheitsschutz, ein Wassernetz, Erziehung. Sie vermuten einigen Wohlwollen am Werk. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Viehhalter gewähren auch einen Gesundheitsschutz, Bewässerung und Erziehung für ihren Viehbestand. Da kommen manche Menschen durcheinander, denn uns sind ja gewisse Freiheiten erlaubt, und sie vermuten, ihre Regierung schütze ihre Freiheit. Doch Bauern säen ihr Korn auch mit einem gewissen Platz, um ihre Einkommen zu vergrössern, und sie erlauben gewissen Tieren grössere Ställe oder Felder, um mehr Fleisch und Milch zu produzieren. In deinem Land, mit deiner Steuer-Farm, gewährt dir dein Farmer gewisse Rechte, nicht weil er sich wegen deiner Freiheiten sorgt, sondern weil er seine Profite maximieren will.

Beginnst Du, die Art Deines Käfigs zu sehen, in den Du geboren wurdest?

Vier Varianten der menschlichen Viehhaltung waren es. Die erste im alten Ägypten war ein direkter und brutaler menschlicher Zwang. Kontrolliert wurden menschliche Köper, aber die Kreativität des menschlichen Geistes blieb jenseits der Reichweite der Peitsche, der Brandzeichen und der Ketten. Sklaven blieben weit unterhalb der möglichen Produktivität, und sie erfordeten weitreichende Ressourcen für ihre Kontrolle.

Die zweite Variante war das römische Modell. Den Sklaven wurde eine gewisse Kapazität für Freiheit, Geistigkeit und Kreativität gewährt, was ihre Produktivität erhöhte. Dies vergrösserte den römischen Wohlstand, erhöhte das römische Steuereinkommen, und mit diesem grösseren Wohlstand wurde Rom ein Imperium. Dabei zerstörte es jedoch gleichzeitig die unternehmerische Freiheit, die seine Grösse nährte - und es kollabierte. Ich bin sicher, dass das nicht ganz unfamiliär klingt.

Nach dem römischen Kollaps wurde das Konzept der menschlichen Viehhaltung und -besteuerung erklärt. Anstatt direkt einem Besitz unterworfen zu sein, besassen Bauern Land, solange sie die lokalen Warlords bezahlten. Dieses Modell brach dann zusammen aufgrund der zunehmenden Landaufteilung. Es wurde zerstört, als eine Landbereinigung gemacht wurde. Hunderttausende Besitzer wurden von ihrem Land runtergeworfen, weil neue Farmer-Techniken Farming produktiver machten - mit weniger Menschen.

Die erhöhte Produktivität des Mittelalters machte Lebensmittel auch für Dörfer und Städte erschwinglich, was dann in das demokratische Modell des menschlichen Besitztums mündete. Weil eine Vielzahl von Bauern in die Städte strömten, wurde für die aufkommenden Industriellen ein immenses Kapital an billigen Sklaven verfügbar. Die Farmer begriffen schnell, dass sie mehr Geld machen konnten, wenn sie ihre Menschen-Herden wählen lässt, in welcher Herde sie leben wollen.

Unter dem demokratischen Modell wurde der direkte Sklavenbesitz durch das Mafia-Modell ersetzt. Die Mafia besitzt Unternehmen selten direkt, sondern sendet vielmehr einmal im Monat Gauner herum, um von den Unternehmensbesitzern zu stehlen. Nun ist dir die Wahl erlaubt, zu welchem Besitz du gehörst - Was Deine Produktivität erhöht, und so die Steuern, die du zahlen kannst - an Deine Herren.

'Schätzt die Zeit in Eurem Leben. Denn dies ist die Zeit, da ihr immer noch die Wahl habt. Es geht so schnell. Du bist ein Teenager, du denkst, du kannst alles tun, und du tust es. Dann bist du zwanzig, dreissig, du ziehst deine Familie hoch, machst Geld, denkst für Dich: Wo sind die Zwanziger geblieben? Vierzig, die Musik ist zu laut, deine Tochter geht zur High-School, du wirst Grossmutter. Fünfzig, du bekommst eine Operation - du nennst es Vorgang, aber es ist eine Operation. Sechzig, du hast eine ernste Operation, die Musik ist immer noch laut, aber es ist kein Problem, denn du kannst es schon nicht mehr hören. Siebzig, du bist pensioniert und gehst mit deiner Frau nach Fort Lauderdale, man serviert Lunch um zwei, Dinner um zehn, Früstück um neun, und Du wanderst die meiste Zeit auf den Malls herum, und deine Frau beklagt sich: Wieso können die Kinder nicht mal anrufen? Die Achtziger, du hast einen ernsthaften Schlag und rufst nach der Mutter. Irgendwelche Fragen?'

Deine wenigen Freiheiten werden gewährt, weil sie für Deine Besitzer profitabel sind. Die grosse Herausforderung im demokratischen Modell ist, dass Steigerungen in Wohlstand und Freiheit die Farmer bedrohen. Die regierenden Klassen profitieren ursprünglich von einem relativ freien Markt in Kapital und Arbeit. Aber während deren Menschen-Viehbestand sich mehr an die Freiheit und das wachsende Vermögen gewöhnt, beginnt sich der Mensch zu fragen: Wozu brauchen wir überhaupt Machthaber?

Ah gut... Niemand sagte, menschliches Farming würde leicht sein. Das Abgaben leistende Menschenvieh in Sicherheit zu halten und die regierenden Klassen in Verbindung, ist ein dreiteiliger Vorgang: Der erste ist, die Jugend zu indoktrinieren, durch die Regierung, respektive durch Erziehung. Als der Wohlstand demokratischer Staaten wuchs, kamen mehr und mehr Regierungsschulen in Bedrängnis, um die Gedanken und Seelen der Menschenmassen zu kontrollieren.

Der zweite Teil ist, die Menschen gegeneinander anzustacheln, durch die Kreation von abhängigem Menschenvieh. Es ist sehr schwierig, Menschen direkt zu regieren, und wo es verwirklicht werden kann, bleibt es lähmend unterproduktiv, was man in Nordkorea gesehen hat. Menschen gebären nicht gut und produzieren ineffizient, in direkter Abhängigkeit. Wenn hingegen die Menschen glauben, dass sie frei sind, können sie für ihre Farmer viel mehr produzieren!

Der beste Weg, um diese Illusion aufrecht zu erhalten, ist, einen Teil des Menschenviehs auf die Gehaltsliste des Farmers zu setzen! Jene, die von der Hierarchie abhängig sind, werden alle andern attackieren, welche zeigen, dass menschliches Besitztum gewalttätig und unmoralisch ist.

'... Gesicht zum Boden, ein Officer bei seinem Kopf, ein anderer bei seinem Rücken, und ein dritter Officer steht daneben. Es scheint einen Kampf zu geben. Dann: Ein Officer steht auf, zieht seine Waffe... und feuert!'

Freiheit ist Sklaverei, und Sklaverei ist Freiheit. Wenn Du die Leute dahinkriegst, sich gegenseitig anzugreifen, wann immer irgendjemand die Realität der Situation aufbringt, dann brauchst Du nicht annähernd so viel Aufwand, wie um sie direkt zu kontrollieren. Wenn die Kühe, die von der gestohlenen Freigebigkeit des Farmers abhängig wurden, dahinterkommen, werden sie in der Frage des menschlichen Besitztums heftig dagegenhalten.

Und die intellektuellen und die künstlerischen Klassen, welche immer abhängig sind, werden zu jedem sagen, der die Freiheit verlangt: Du wirst deinen Kollegen schaden! Durch die Verschiebung der moralischen Verantwortung für das Zerstörerische des gewalttätigen Systems auf jene, die wirkliche Freiheit verlangen, wird das Menschenvieh unter Verschluss gehalten.

Der dritte Teil ist die Erfindung kontinuierlicher externer Bedrohungen, so dass die Menschenmassen an der Beschützung durch die Farmer festhalten.

Dieses System der menschlichen Viehhaltung findet bald sein Ende.

Die schrecklichen Tragödien der westlichen modernen Systeme trat nicht trotz, sondern wegen vergangener Freiheiten auf. Der massive Zuwachs des westlichen Wohlstandes im 20. Jahrhundert war das Ergebnis von ökonomischen Freiheiten. Und es war genau dieser Zuwachs, der die Grösse und Macht der Staaten ernährte. Wann immer das menschliche Vieh produktiver wurde, hatten wir korrespondierend dazu eine Reduktion der Farmer, und ihrer Abhängigen. Das Wachstum des Staates ist immer proportional zu seinen gewonnenen Freiheiten.

Ökonomische Freiheiten kreieren Wohlstand, und der Wohlstand ist für mehr Diebe und politische Parasiten attraktiv - deren Gier dann die ökonomische Freiheit zerstört. In anderen Worten: Freiheit metastasiert den Krebs des Staates. Die Regierung, die am kleinsten anfängt, wird immer als die grösste enden. Deshalb kann es auch keine gültige und nachhaltige Alternative geben zu einer wahrhaft freien und friedvollen Gesellschaft. Eine Gesellschaft ohne politische Machthaber, ohne menschlichen Besitz, ohne die Gewalt der Besteuerung und der Kleinstaaterei.

Wahrhaft frei zu sein ist sowohl sehr einfach - als auch sehr schwierig.

Wir vermeiden den Horror unserer Versklavung, denn es ist so schmerzhaft, es direkt zu sehen. Wir tanzen herum um die endlose Gewalt unseres sterbenden Systems, weil wir die Angriffe fürchten, von unserem befreundeten menschlichen Vieh. Aber wir können nur in den Käfigen gehalten werden, die wir zu sehen ablehnen.

Wach auf.

Die Farm zu erkennen, bedeutet, sie zu verlassen.



The Story of Your Enslavement:

[vid]Xbp6umQT58A[/vid]

Aus dem Amerikanischen vom Verfasser.



Update, 15.05.2011

Der grosse Clou bei der Unterdrückung ist, dass beide Seiten, Sklave und Sklavenhalter, in ihrer Freiheit eingeschränkt sind!

Die Wohlhabenden sind wie die Mittellosen beispielsweise gebunden im Geldsystem. Während alle Sklaven denken, wenn ich nur mehr Geld hätte, dann wäre alles gut, und sich dieses Denken irgendwann als Illusion herausstellt, da sie nie genug haben werden, ist dies bei den Sklavenhaltern nicht anders: Es gibt immer noch einen schnelleren Ferrari, eine schönere Villa, eine prominentere Partygesellschaft. Geld als totes Wertaufbewahrungssystem, das diese Funktion nicht mal erfüllt, wird es auch nach 50 Jahren nie erfüllen.

Sobald jemand denkt: Ah ich habe jetzt die Idee, alle anderen Menschen zu unterdrücken, ohne dass sie es merken, wird diesen Gedanken, sobald er ihn ausführt, an sich selber anwenden. Anders geht es nicht. Denn Unterdrücken ist am Ende dasselbe wie Unterdrücken Lassen. Plötzlich merken wir, wie wunderbar das Universum schon immer war - wir haben es nur nicht gemerkt!

Die Menschen leben am besten zusammen, wenn sie nichts Schlechtes vorhaben mit den andern, sondern nur Positives. Wenn sie sich beispielsweise gegenseitig fördern, weil der eine Talente hat, die der andere nicht hat.

Wir haben jetzt wieder die Chance, dass es alle merken und sich dessen bewusst werden.



Update, 31.07.2011

1. Nehmen Sie einen Käfig mit fünf Affen. Hängen Sie eine Banane an die Käfigdecke und stellen Sie eine Stufenleiter darunter. Es wird nun nicht lange dauern, bis ein Affe versuchen wird, die Leiter zu erklimmen um an die Banane zu kommen.

2. Sobald der Affe die Leiter berührt, besprühen Sie alle Affen mit kaltem Wasser. Nach einer Weile wird ein anderer Affe versuchen, auf die Leiter zu steigen, mit dem selben Resultat. Alle Affen werden mit kaltem Wasser besprüht.

3. Stellen Sie das kalte Wasser nun ab. Falls später ein anderer Affe versuchen sollte, die Leiter zu erklimmen, wird er von den anderen Affen zurückgehalten werden, obwohl sie diesmal nicht besprüht werden.

4. Nehmen Sie nun einen der Affen aus dem Käfig und ersetzen Sie ihn durch einen neuen Affen. Der neue Affe sieht die Banane und wird versuchen, sie über die Leiter zu erreichen. Zu seinem Horror wird er von allen anderen Affen angegriffen. Noch ein Versuch und noch ein Angriff machen ihm klar, daß er beim Versuch die Banane zu erreichen, verhauen wird.

5. Als nächstes nehmen Sie einen weiteren der ursprünglichen Affen aus dem Käfig und ersetzen ihn durch einen neuen Affen. Der Neue geht zur Leiter und wird sofort attackiert. Der zuletzt angekommene Neuling nimmt enthusiastisch an der Attacke teil.

6. Nehmen Sie nun noch einen der ursprünglichen Affen aus dem Käfig und ersetzen Sie ihn wieder durch einen neuen. Dasselbe Spiel wiederholt sich. Der Neue versucht an die Banane zu kommen und wird verprügelt. Zwei der vier Affen haben keine Idee warum es ihnen nicht erlaubt war, die Banane zu holen oder weshalb sie an der Verprügelung des neuesten Affen teilnahmen.

7. Nachdem Sie nun auch den vierten und fünften Affen ausgetauscht haben, ist keiner der ursprünglich anwesenden, mit kaltem Wasser besprühten Affen, mehr vorhanden. Trotzdem wird keiner der Affen je wieder versuchen, die Leiter zu erklimmen.

Warum nicht?

Weil wir das schon immer so gemacht haben.



Ein weiteres Video von Stefan Molyneux, auf Deutsch übersetzt von Heiko Cochius:

[vid]Stupjq7lsec[/vid]



Lesen Sie hierzu auch: G. Carlin: Die Besitzer dieses Landes aus der Rubrik Wissen.